Menschen Hansgrohe Group

Novizen der Berufswelt

Die ersten Wochen bei Hansgrohe in der Ausbildung
Schiltach, im November 2019. 55 Lebensjahre bringen die drei Hansgrohe Nachwuchstalente aus dem ersten Lehrjahr gemeinsam schon zusammen. Davon haben sie rein rechnerisch insgesamt mehr als 30 Jahre die Schulbank gedrückt: Alina Danner (20) aus Dornhan, Rafael Cipriano (17) aus Wolfach und Silas Estenfeld (18) aus Lahr-Kuhbach. Was sie seit Anfang September 2019 noch vereint, ist ihre Ausbildung beim Schiltacher Armaturen- und Brausenhersteller Hansgrohe und ihre persönlichen Erfahrungen im Berufsalltag.

Stellvertretend für alle 47 Neuzugänge in der Hansgrohe Talentschmiede berichten die Drei über ihre ersten zehn Wochen Berufsleben. Richtig kennengelernt hat sich die große Gruppe gleich zu Beginn während der Einführungswoche (EWO). Das Team der Talentschmiede organisierte für die Neuankömmlinge stramm durchgetaktete Ausbildungstage mit Unternehmensinformationen, Werksführung und einer intensiven IT-Schulung. Auch der Vorsitzende des Hansgrohe Vorstands, Hans Jürgen Kalmbach, ließ es sich nicht nehmen, die neuen Azubis und Studenten persönlich willkommen zu heißen. Highlight der EWO waren vier Tage Aufenthalt in einem Selbstversorgerhaus im Münstertal. „Die gemeinsame Zeit hat uns den Einstieg sehr erleichtert“, sind sich Alina, Rafael und Silas einig. „Bei unterschiedlichsten Aufgabenstellungen wie Bogenschießen, Feuer machen und Essen für die Gruppe Kochen konnten wir uns persönlich kennenlernen. Die anfänglichen Hemmungen und Ängste vor dem neuen Lebensabschnitt und den unbekannten Kollegen sind weg. Jetzt fühlen wir uns als richtiges Team!“

Sanfter Einstieg oder Praxisschock?
„Eine große Herausforderung für mich sind das frühere Aufstehen und der längere Anfahrtsweg verglichen mit der Schulzeit“, sagt Silas Estenfeld, der erst mit dem Auto zum Bahnhof fährt und dann den Zug Richtung Schiltach nimmt. Als Student für Maschinenbau Produktionstechnik durchläuft er derzeit eine dreimonatige Praxisphase im Unternehmen. Er arbeitet im Bereich „Global Production Strategy“ und erfährt, was an Wissen und Organisation für eine gute Investitionsplanung nötig ist. Ab Januar 2020 startet dann die Theorie an der Dualen Hochschule in Karlsruhe. Eine weitere Disziplin, die er üben muss, ist Selbstorganisation: „Ich trage jetzt viel mehr Eigenverantwortung und muss mich an meinem Arbeitsplatz eigenständig organisieren, Projekte bearbeiten und Termine einhalten“, fügt der 18-Jährige hinzu.

Rafael Cipriano, angehender Zerspanungsmechaniker, entdeckt weitere Herausforderungen gegenüber der Schule: „Man muss durchgehend konzentriert sein, den ganzen Arbeitstag. Ich merke oft, dass in der Praxis nicht alles so einfach ist, wie es aussieht. Während des ersten Lehrjahres bin ich in der Hansgrohe Talentschmiede. Momentan bearbeite ich Metallstücke (schleifen, bohren, biegen), die ich nach vorgegeben Zeichnungen anfertige. Da kommt es auf Präzision und Geschicklichkeit an.“ Seine Theorie-Einheiten erhält er regelmäßig in der Berufsschule in Wolfach, wo er sich in seiner Klasse schon sehr wohl fühlt.

Alina Danner absolviert eine Ausbildung zur Industriekauffrau mit Zusatzqualifikation für Internationales Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen und auch sie bestätigt: „die Tage sind anstrengender als in der Schule.“ Doch nach ihrem freiwilligen sozialen Jahr, in dem sie auch Frühdienst hatte, empfindet sie die jetzigen Arbeitszeiten als ganz human. „Meine erste Abteilung nennt sich ‚Customer Service International‘. Dort werden die Aufträge für die internationalen Tochtergesellschaften und Kunden erfasst und bearbeitet“, berichtet sie. „Ich unterstütze eine Kollegin, die die europäischen Länder betreut. Das macht mir viel Spaß, zumal ich auch meine Fremdsprachenkenntnisse gut einsetzen kann.“ Als besondere Herausforderung erweist sich die SAP-Software, „da muss ich mich richtig reinknien“, gesteht die 20-Jährige. Als besonderen Ansporn nennt Alina Danner ihren Auslandsaufenthalt bei einer Hansgrohe Tochtergesellschaft, der im Rahmen ihrer Ausbildung für kommendes Jahr geplant ist.

Starthilfe(n)
„Was mir den Einstieg enorm erleichtert hat, war die eintägige IT-Schulung", berichtet der Maschinenbaustudent Silas Estenfeld. „Diese Orientierungshilfe ist sehr nützlich beim Umgang mit den Softwareprogrammen Word, Excel, PowerPoint, dem Hansgrohe Intranet und allem, was täglich digital abläuft. Ganz besonders beeindruckend war für mich auch die ,Production Week' im Offenburger Werk. Dort habe ich fünf Tage Schicht gearbeitet, viele Kolleginnen und Kollegen sowie ihre Arbeitsplätze und Tätigkeiten kennengelernt."

In ganz neue Wissensgebiete tauchten die Azubis im Sanitärgrundkurs ein. „Wir lernten hier nicht nur die Hansgrohe Brausen und Armaturen kennen“, beschreibt die zukünftige Industriekauffrau Alina Danner. „Nach der theoretischen Vermittlung von sanitärem Basiswissen mussten wir auch selbst Produkte installieren oder auseinandernehmen.“ Damit die jungen Menschen ihre Projekte und Arbeitsfortschritte im Berufsumfeld und an der (Hoch-)Schule professionell präsentieren lernen, absolvieren sie gleich zu Beginn der Ausbildung ein „Präsentationstraining". Nur wer solche Situationen übt, eignet sich die nötige Routine und das Selbstbewusstsein an, vor einer Gruppe frei zu sprechen und Inhalte verständlich zu erklären.

Nächste Schritte zum Ziel
Die anfänglichen Bedenken sind bei allen Nachwuchstalenten zerstreut. „Durch das offene und freundliche Arbeitsklima fühle ich mich sehr gut aufgenommen“, sagt Silas Estenfeld. Auch Alina Danner berichtet: „Ich war zu Beginn durch die Größe des Unternehmens und die vielen Mitarbeiter stark beeindruckt. Aber alle sind sehr unkompliziert und hilfsbereit. Entweder unterstützt mich das Team der Talentschmiede oder ich wende mich direkt an die Kollegen in der Fachabteilung.“ Rafael Cipriano fühlt sich ebenfalls gut aufgehoben: „Bisher lief alles optimal. Keiner erwartet, dass ich schon alles kann und weiß. Und wenn ich Fragen habe, stehen mir meine Ausbilder immer mit Rat beiseite.“ So ist der Start für alle gut gelungen und sie haben sich durchweg klare Ziele gesetzt: „Gute Noten in der Berufs- und Hochschule, viele praktische Erfahrung sammeln, perfekt und sauber arbeiten.“

„Unsere Intention ist es, alle Nachwuchstalente während ihrer Ausbildung individuell so zu fördern, dass sie zu selbstbewussten und leistungsstarken Kolleginnen und Kollegen heranwachsen“, erklärt Clarissa Lehmann, bei Hansgrohe verantwortlich für Ausbildung und Hochschulmarketing. „Wichtig ist uns die persönliche Betreuung, sei es durch regelmäßige Feedbackgespräche, Workshops und Schulungen zur persönlichen Entwicklung sowie der Vermittlung von Methoden- und Fachkompetenzen. Selbstverständlich für uns Ausbilder ist die individuelle Unterstützung während der Ausbildung. Und es gibt sogar Nachhilfe, falls es mit den Noten mal nicht so klappt. Das Hansgrohe Ausbildungsteam freut sich nun darauf, diese 47 jungen Menschen auf ihrem Weg in das Berufsleben zu begleiten.“ Mehr Informationen zur Ausbildung bei Hansgrohe

Kontakt

Anke Messerschmidt
Managerin Corporate Communications