Green Packaging

Der Weg zur plastikfreien Produktverpackung

100 Prozent plastikfreie Produktverpackungen bis Ende 2025 – das ist das ambitionierte Ziel der Hansgrohe Group für den deutschen Markt. Alle neuen Produktverpackungen der Marken AXOR und hansgrohe sind schon jetzt vollständig über den Papierrecyclingkreislauf recyclebar, trotz eines Restkunststoffanteils von 5 Prozent. Dieser ist einerseits zum Produktschutz, andererseits aus Produktionsgründen aktuell noch unentbehrlich. 

Das Projekt Green Packaging: vom Problem über die Idee zur Lösung.

Papier und Pappe – außen wie innen

Diese weitreichende Umstellung betrifft nicht nur die Umkartons, sondern auch jegliches Innenleben: alle Flachbeutel, Luftpolster, Kettenbeutel, selbsthaftenden Folien und Kabelbinder sind künftig aus Pappe oder Papier.

Hinter dem Projekt stehen die Teams Green Company und Value Engineering. Denn Green Packaging ist eine der zehn Initiativen, die die Innovationsentwickler aus der Hansgrohe Nachhaltigkeitsstrategie abgeleitet haben. Sie zahlt auf die strategischen Säulen Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft ein.

Behind the scenes: plastikfrei in wenigen Monaten

Das Team Green Company startete mit einem 360-Grad-Workshop und nahm alle Stakeholder mit ins Boot: Handelspartner, Logistikdienstleister, die Markenverantwortlichen von AXOR und hansgrohe, die Produktion und den Vertrieb. Im Fokus stand die vollständige Betrachtung des Lebenszyklus einer Standard-Produktverpackung.

Im Anschluss an den Workshop hat sich das Team mithilfe eines konkreten Anforderungsprofils auf ein intensives Materialscouting begeben. Von Bioplastik über Graspapier kamen grundsätzlich zunächst diverse nachhaltige Alternativen in Frage. Das Bioplastik scheiterte jedoch an dem Anspruch des möglichst einfachen und vollständigen Recyclings, das Graspapier an einer zu hohen Staubbelastung für die Druckmaschinen.

Einmal nach Spanien und wieder zurück

Auf das Materialscouting folgten intensive Transportsimulationen, ergänzt durch reale Probelieferungen nach Spanien, aber auch Falltests im Hansgrohe Testlabor. Geprüft wurden die Materialfestigkeit und die Schutzleistung der alternativen Materialien, aber auch ihr Verhalten gegenüber den Oberflächenbeschichtungen der Duschköpfe und Armaturen.

Warum Papier?

Papier ist ein hervorragendes Recyclingmaterial, denn Papierfasern lassen sich zehn- bis 25-mal recyceln. Außerdem funktioniert der Papierrecyclingkreislauf mit einer Recyclingquote von 95,4 Prozent europaweit sehr gut.

So bestehen die Papierkartonagen von Produkten der Marken AXOR und hansgrohe künftig aus bis zu 80 Prozent Recyclingpapier, das zudem aus der Region stammt. Darüber hinaus reduziert Hansgrohe markenübergreifend die Zahl der Verpackungsvarianten. Das trägt zu einer Optimierung in der Transport- und Lagerlogistik bei – und auch das ist ressourcenschonend.

Weniger Kunststoff heißt weniger Mikroplastik

345 Tonnen pro Jahr: So viel Plastik hat die Hansgrohe Group in Deutschland bislang eingesetzt, um ihre Armaturen und Brausen vor Kratzern, Stößen und Fingerabdrücken zu schützen. Der Produktschutz ist nach wie vor sehr wichtig, denn jeder Produktions- oder Lagerausschuss aufgrund von Kratzern oder Ähnlichem schadet ebenfalls der Umwelt. Auch das ist eine Frage der Ressourcenschonung. Durch die neuen Verpackungslösungen spart Hansgrohe künftig jährlich 310 Tonnen Plastik ein.

Plastikverzicht reduziert Risiko unsachgemäßer Entsorgung

Zum Hintergrund: In ganz Deutschland haben Verkaufsverpackungen mit 1,5 Mio Tonnen pro Jahr den größten Anteil am gesamten Plastikmüll. Nicht alles davon wird sachgerecht entsorgt und den Recyclingkreisläufen zugeführt, sondern landet in der Umwelt. Die Weltmeere haben schon jetzt ein Plastikproblem, das sich in Mikroplastik und Müllstrudeln niederschlägt und über Meerestiere auch in unsere Nahrungskette gelangt.

Denn Plastik löst sich nicht einfach in Luft auf: Eine Plastikflasche zum Beispiel braucht Wissenschaftlern zufolge bis zu 450 Jahre, bis sie sich im Meer vollständig zersetzt hat.

Wir engagieren uns für weniger Plastik in der Welt

Als Sponsor des schwimmenden Chemieprofessors Andreas Fath setzt sich die Hansgrohe Group übrigens seit Jahren für saubere Gewässer ein. Fath hat bereits öffentlichkeitswirksam den Rhein und die Donau durchschwommen und dabei Wasserproben genommen, um das Maß der Verschmutzung durch Mikroplastik und andere Stoffe zu dokumentieren – Verschmutzungen, die über die Flüsse in die Weltmeere gelangen. Sein nächstes Projekt ist die Elbe, die er im Sommer 2024 von der Quelle bis zur Mündung durchschwimmen wird, begleitet von seinem Forschungsteam.

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